Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

BUND Ortsgruppe Raum Rottweil

BUND-Picknick beim Unteren Bohrhaus

Treffpunkt für alle Umwelt-Interessierte

Rottweil, 22.09.2019

„Es war wirklich schön“, kommentierte ein Besucher das Mitmach-Picknick der BUND Ortsgruppe Raum Rottweil – und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Ich komme nächstes Jahr gerne wieder.“ Tatsächlich fand die Veranstaltung regen Anklang bei den BUND-Mitgliedern, Freunden und Interessierten. Jeder Teilnehmer brachte etwas Leckeres mit ins Untere Bohrhaus, das idyllisch im Grünen gelegen bei prächtigem Spätsommerwetter einladend auf seine Gäste wartete. So entstand ein reichhaltiges Buffet, das auch den AK Radkultur Rottweil beim STADTRADELN zu einem willkommenen Zwischenstopp lockte. In geselliger Runde wurden aktuelle Themen des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes sowie diesbezügliche Entwicklungen in Rottweil diskutiert und Meinungen ausgetauscht. Für die Jüngeren boten mehrere Bastel-, Spiel- und Rätsel-Stationen rund um das Thema Wasser spaßige und lehrreiche Abwechslung. Nebenbei konnten die Besucher auch an den interessanten Führungen des Fördervereins Salinenmuseum e.V. teilnehmen. Auch beratschlagten alte und neue Mitglieder über weitere Aktionen und Schwerpunkte der BUND-Ortsgruppe Raum Rottweil. Im Mittelpunkt standen dabei Umweltbildungs-Aktionen und Pflegeeinsätze zum Erhalt wichtiger Biotope, aber natürlich auch laufende und geplante Baumaßnahmen in der Stadt und die zukünftige Landesgartenschau. Und über eines waren sich Vorstand und Besucher einig: ein gemeinsames Picknick soll nächstes Jahr als Treffpunkt umweltinteressierter Bürger*innen wieder stattfinden.

Zehn Jahreszeiten im Schulgarten

Pflanzaktion mit Schülern des Albertus-Magnus-Gymnasiums

Rottweil, 24.07.2019

Zehn statt vier Jahreszeiten hat der phänologische Kalender, der sich nicht nach dem Datum, sondern nach bestimmten Erscheinungen in der Natur richtet. Das lernten die Schüler*innen des Albertus-Magnus-Gymnasiums auf ganz praktische Art – mit dem Spaten in der Hand. Am von den Schülern selbst organisierten Öko-Tag drehte sich alles um Natur, Klima und Umwelt. Eine von vielen Aktionen war das Pflanzen einer sogenannten Zehn-Jahreszeiten-Hecke im Schulgarten unter Mithilfe und Anleitung von Michael Fuchsloch und Dr. Christina Kraus vom BUND Ortsverband Raum Rottweil (im Bild links). Eingepflanzt und bei den heißen Temperaturen sehr gut gegossen wurden insgesamt 15 verschiedene Sträucher. Deren Blüte oder Fruchtreife sind charakteristisch für eine der zehn Jahreszeiten– und nebenbei bieten sie Lebensraum und Nahrung für Vögel und Insekten. Auch die Schüler können ab und zu von Johannisbeere, Stachelbeere, Holunder und Kornelkirsche naschen oder auch einmal Marmelade einkochen. Dr. Christina Kraus erklärte den fleißigen Gärtnern, dass die Phänologie eine eigene Wissenschaft ist, deren Beobachtungen gerade in Zeiten des Klimawandels sehr wichtig sind. Durch langjährige Dokumentation der Eintrittszeitpunkte von Blüte, Fruchtreife und Blattfall lässt sich nachweisen, dass sich die Vegetationsperiode bei einer Erwärmung um ein Grad um ganze zwei Wochen verlängert. Problematisch wird dies beispielsweise, wenn Tiere in der Nahrungskette stärker oder schwächer auf die Erwärmung reagieren – und somit den Zeitpunkt der besten Futterversorgung verpassen. Zum Abschluss wurde noch eine Sitzbank mit Aussicht auf die neue Hecke platziert – auf der sich ab nun die Natur sowohl genießen wie auch erforschen lässt.

WWWhautnah : Wasser

Wasser-Entdecker-Streifzug mit nassen Füßen

Rottweil, 14.07.2019

„Gewässergüte – gut“ so lautet das Ergebnis der kleinen Gewässerforscher beim Wasser-Entdecker-Streifzug von BUND, NABU und Lokaler Agenda Rottweil. Zunächst wurden die Eigenschaften des Wassers in der Eschach von den Kindern begeistert untersucht: Wassertemperatur, Wasserhärte, pH-Wert, Nitratgehalt. Immerhin sind fast alle Lebewesen in Bach und Fluss an bestimmte Wasserwerte angepasst und vertragen nur geringe Schwankungen. Aber das heißt auch umgekehrt, dass uns die Tiere im Bach etwas über die Wasserqualität verraten. Sodann gingen Kinder und Eltern voll ausgerüstet mit Keschern, Sieben, Pinseln, Wannen und Becherlupen an und in der Eschach auf die Suche nach Kleinlebewesen. Entdeckt wurden Köcherfliegenlarven (mit und ohne Köcher), Eintagsfliegenlarven (und ausgewachsene Eintagsfliegen), Flussnapfschnecken, Bachtaumelkäfer und Prachtlibellenlarven. Nur die ausgewachsenen Prachtlibellen, die bei schönem Wetter oft an der Eschach zu bewundern sind, ließen sich bei dem leicht regnerischen Wetter nicht blicken. Dafür erklärte Geoökologin Christina Kraus den Kindern anhand von Fotos die wunderbare Verwandlung einer Libellenlarve in eine Libelle. „Im Gewässer leben tatsächlich oft die Larven, man könnte sagen die Kinder, vieler Insekten – für sie sind die Flüsse und Bäche das Kinderzimmer“, erklärt Kraus den zwölf teilnehmenden Familien. „So könnt ihr gut verstehen, warum es so wichtig ist, die Gewässer sauber zu halten – ihr wollt ja auch nicht, dass jemand einfach euer Kinderzimmer mit Müll und Abwasser verschmutzt, oder?“ An einer mitgebrachten Libellenlarvenhaut (Exuvie) konnten die Exkursions-Teilnehmer die sogenannte „Fangmaske“ der versierten Unterwasser-Jäger begutachten und staunten auch über die Fähigkeit der erwachsenen Libellen, Insekten im Flug zu jagen.
Besonderen Spaß hatten die Kinder bei einem Experiment, bei denen sie Fichtenzapfen von der Brücke werfen konnten – und dabei lernten, dass die Fließgeschwindigkeit in der Mitte des Baches am schnellsten ist. Die Erwachsenen lauschten interessiert, als sie erfuhren, dass die Eschach in früheren Zeiten „geradeaus“ bis in die Donau geflossen ist, bis sich der Neckar durch rückschreitende Erosion in sie hinein gegraben und sie umgeleitet hat. Übrigens: am Zusammenfluss bei Bühlingen führt die Eschach etwa die dreifache Wassermenge und hat schon viel mehr Kilometer hinter sich als der Neckar. Somit müsste ab hier der Neckar – eigentlich – Eschach heißen!

WWWhautnah : Wiese

Kleine Wiesenforscher im Eschachtal

Rottweil, 30.06.2019

„Eigentlich wäre die Landschaft hier bei uns vollständig mit Wald bedeckt“, erklärte Geoökologin Christina Kraus den lauschenden Familien beim Wiesen-Entdecker-Streifzug von BUND, NABU und Lokaler Agenda. „Damit das nicht so ist, sondern es auch weite Wiesenflächen gibt, ist ein Lebewesen verantwortlich – wisst ihr welches?“ Reh – Biene – Wollnashorn – Mensch, so lauten die Vorschläge der Kinder. Richtig, Wiesen gibt es nur durch den Eingriff des Menschen, der den Wald für Weiden und Heu-Wiesen rodete (worauf übrigens heute noch Ortsnamen mit „Reute“ oder „Schwend“ im Namen hinweisen). Nachdem die Kinder Carl von Linné als berühmten Botaniker und einige Pflanzen beim Namen kennen lernten, erfuhren sie auch noch etwas über die verschiedenen Wiesentypen. Auf einer gedüngten Fettwiese soll möglichst schnell möglichst viel Futter für das Vieh wachsen, jedoch wachsen hier nur einige wenige konkurrenzstarke Arten – gelb ist die dominierende Blütenfarbe. Auf einer nährstoffarmen Magerwiese können hingegen ganz viele verschiedene Pflanzenarten in bunter Blütenpracht nebeneinander existieren. Hier im Eschachtal, wo die spannende und lehrreiche Exkursion stattfand, gibt es auch noch besonders artenreiche Obstbaumwiesen und Wacholderheiden. Wo es viele Pflanzen gibt, gibt es auch viele Insekten – mit Feuereifer suchten die Kinder bei den heißen Temperaturen des Wochenendes mit Becherlupen ausgestattet nach allem, was auf und unter den Pflanzen krabbelt, springt und fliegt. Bei so vielen Insekten sind die Insektenfresser nicht weit – auch für Vögel, Kleinsäuger, Amphibien und Reptilien ist das Eschachtal ein Paradies. Beim Abschluss an einem kühlen Fleckchen an der Eschach erhielten die kleinen Entdecker ihr erstes „Wiesenforscher-Diplom“ mit einer Ausrüstungsliste und Basteltipps – so können sie sich am nächsten Regentag auf ihren nächstes Wiesenabenteuer freuen.

WWWhautnah : Wald

Kuckuck, Kuckuck ruft’s aus dem Wald

Rottweil, 14.04.2019

Von den Kapriolen des Aprilwetters unbeeindruckt machten sich am Sonntag Nachmittag insgesamt achtzehn Familien in zwei Gruppen auf den Weg, um vielerlei Wissenswertes und Kurioses über den Wald zu erfahren. Fichte sticht, Tanne nicht. Die jungen Buchenblätter haben früh im Jahr noch einen „Frostschutzpulli“ an und sind deshalb kuschelig weich. Der Kuckucksruf kündigt uns in vielen Liedern den Frühling an, jedoch das frisch geschlüpfte Kuckucksküken ist so frech und wirft alle seine Stiefgeschwister aus dem Nest. Was braucht ein Baum zum wachsen – und macht ein Baum eigentlich Pipi? Auch beim Detektiv-Spiel auf der Suche nach den ersten Blüten am Waldboden waren die Kinder voll dabei. „Ich freue mich total über die tolle Resonanz auf unser Angebot“, sagt Geoökologin Dr. Christina Kraus, die diesen Entdecker-Streifzug unter der Kooperation der Rottweiler Umweltverbände BUND, Lokale Agenda und NABU veranstaltete. „Uns ist es wichtig, die Kinder – mitsamt den Eltern – dafür zu begeistern, viel Zeit draußen in der freien Natur zu verbringen. So lernen sie ihre Umwelt besser kennen und verstehen, warum es wichtig ist auf sie Acht zu geben.“

Neustart des BUND in Rottweil

Frischer Wind in alten Segeln

19.03.2019

„Das war eine der besten Sitzungen, die ich in meiner Amtszeit erlebt habe“, kommentierte die BUND-Regionalverbands-Vorsitzende Ulrike von Kutzleben-Hausen. Gemeint war die Jahreshauptversammlung des BUND-Ortsverbandes Raum Rottweil, so der neue Name, dem nebst Rottweil auch Zimmern o.R., Dunningen, Villingendorf, Dietingen und Wellendingen zugehörig sind, am vergangenen Dienstag. Rasch wurde eine neue Satzung verabschiedet und zum Kernpunkt des Abends geleitet: der Wahl eines neuen Vorstandes. Einstimmig in ihr neues Amt gewählt wurden Jürgen Leichtle, Christina Kraus, Michael Fuchsloch, Jörg Riedmiller, Simon Schoch und Thomas Lippert. Eines der Ziele des jungen und dynamischen Teams ist es, den BUND im Raum Rottweil zu vertreten und eine Anlaufstelle für alle Natur- und Umweltschutz-Begeisterte zu bieten. Ein besonderes Anliegen ist ihnen, gerade in der Zeit der Fridays for Future Bewegung, junge Leute langfristig für den Einsatz für Klima und Umwelt zu gewinnen.

Mit dem Einsetzen des neuen Vorstandes wurde der alte Vorstand inklusive Kassenwart entlastet. Damit geht eine jahrzehntelange Ära unter der Führung von Reinhold Ulmschneider und Helmut Kreiter zu Ende. Für ihr unermüdliches Engagement wurden sie von Ulrike von Kutzleben-Hausen, dem neuen Vorstand und allen anwesenden Mitgliedern gewürdigt. Für besondere Heiterkeit sorgte Helmut Kreiter, der für seinen langjährigen Mitstreiter Reinhold Ulmschneider den Selbigen als liebevoll gestaltete Handpuppe „Ulmi“ mitbrachte und lebendig werden ließ.

BUND-Bestellkorb